Biografie

Schon im Jahr 1988 wurde die Ur-Tanzharmonie gegründet: unter Leitung des Musiklehrers Kurt Wehle aus Gangkofen. Seines Zeichens Saxofonist, Geiger und (zum Leidwesen mancher, später auch Trompeter) musizierten damals bereits fünf junge Männer öffentlich drauflos, die auch heute noch den Kern des Orchesters bilden: Joseph Obermeier, Gerhard Galler-von Engel, Joachim Siebert, Peter Mühlbauer und Ulrich Schrankl. Das Repertoire war sehr weit gefächert und reichte von Schlagern der 20er Jahre bis in die Neuzeit, inklusive epochaler Interpretationen von Frank Sinatras „New York, New York“ und „Our House“ von einer damals sehr populären Gruppe namens „Madness“.

Anfang 1991 formierte sich dann das Orchester in seiner heutigen Besetzung und man beschloss sich fortan ausschließlich den Schlagern der 20er und 30er Jahre zu widmen. Grundlage war ein veritabler Notenschatz: über 2000 Original-Arrangements der Tanzkapelle Hans Sedlmaier aus den 20er bis 50er Jahren. Selbiger war der Großvater der Gebrüder Galler und professioneller Musiker im Nachkriegsbayern. Eifrig wurde auf dem Dachboden der Familie Galler in Velden/VIls ein Konzertprogramm einstudiert und schon nach einem halben Jahr Stand der erste Auftritt an. Der Lack an den Notenpulten war noch nicht ganz trocken als wir schließlich an einem Juni-Samstag des Jahres 1991 die Konzertbühne im Innenhof der Residenz in Landshut betraten.

Wir spielen seither in der klassischen Besetzung der damaligen Zeit, d.h. mit drei Saxophonen bzw. Klarinetten, zwei Trompeten, einer Posaune, zwei Geigen und einer Rhythmusgruppe bestehend aus Klavier, Banjo, Schlagwerk und Kontrabaß. Selbstverständlich leisten wir uns auch einen Refrain-Sänger.

Auf unseren Tanzabenden und Konzerten wird größter Wert auf stilgerechtes Auftreten gelegt. Frack, Zylinder und originalgetreu nachgebaute Notenpulte aus den 20er Jahren gehören ebenso dazu wie das weitgehende Fehlen einer elektrischen Verstärkeranlage. Deshalb erklingen bei uns die alten Schlager auch im Wortsinn im alten Gewand und größtenteils auf Originalinstrumenten aus den 20er und 30er Jahren.

Der Name „Die Tanzharmonie“ ist übrigens eine Wortschöpfung von Ur-Vater Wehle, schließlich spielen wir Tanzmusik und das (meistens) harmonisch.